KAT_A_12, 2026/27
Brutalism
15. März 2027
Dieses dialogische Ausstellungsprojekt ist zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Sammler Markus Kramer konzipiert und kuratiert worden.
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Brutalism zeigt keine Architektur des Brutalismus – ein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnetes Kapitel der Architekturgeschichte, das sich durch seine Materialität (u.a. Beton) und durch seinen prägnanten Baustil mit oft sichtbarer Konstruktion auszeichnet.
In der Ausstellung werden ästhetische Wirkungszusammenhänge untersucht, die Brutalismus und bildende Kunst verbinden. Ausgangspunkt der Überlegungen ist ein bedeutendes Bauwerk, der Mariendom in Neviges des Architekten Gottfried Böhm, der 1968 eingeweiht wurde.
Die verschiedenen Kunstwerke aus beiden Sammlungen haben eine dichte, spannungsreiche und vielschichtige Präsentation entstehen lassen, die unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Brutalismus miteinander in Beziehung bringt.
Die Ausstellung kreist um Oberflächen, urbane Fragmente und technische Verschiebungen – sowie um jene eigentümliche Schönheit, die im Rohen, Brüchigen und Unfertigen erscheint. Zwischen industrieller Kühle und physischer Präsenz entfaltet sich ein Parcours, der herausfordert und zur Auseinandersetzung einlädt. Brutalism versteht sich dabei nicht als ein Stilbegriff, sondern als Zustand: direkt, präzise, widerständig.
„Die Architektur des Brutalismus spiegelt sich im Kontext der hier ausgestellten Gegenwartskunst: Konstruktion (technologische Transformation), Material (Indexikalität des Input) und Skalierung bilden das Fundament für formal eigenständige Werke.“
Markus Kramer